Ein gescheites Papierflugzeug ist die Königsdisziplin eines jeden Physikunterrichts … oder auch Deutsch, Geschichte etc. Der letzte entscheidende Schliff wurde stets an den Flügeln vollzogen – ein sorgfältiger Knick nach oben! Hier hat es die NASA Forschung bis ins Klassenzimmer geschafft! Auch bei der großen Mutter aus Metall ist es nicht anders. Sitzt man am Fenster in der Mitte eines Flugzeugs, bei der die Sitze bereits durchgesessen sind und das Tablett krampfhaft versucht in seiner Halterung zu bleiben, streichen die Flügel unverändert spitz über den Himmel. Erst bei Fliegern der 80er und 90er Jahre gibt es den eleganten Knick nach oben – das winglet! Warum?!
Auch wenn Flügel durch ihre Form ein Druckverhältnis erzeugen, das für Auftrieb sorgt, so ensteht ein energiezehrender Wirbel an den Spitzen der Flügel. Manchmal sieht man es sogar bei Start und Landung durch den langgezogenen Staubwirbel den die Flügelspitzen hinter sich herziehen. Angetrieben durch die Ölkrise, fand die NASA Mitte der 70er Jahre heraus, dass ein nach oben gerichteter Knick diesen Vortex minimiert und die dadurch entstandene Entschleunigung um 20% reduziert wird. Seitdem konnte durch diese banale Änderung 7% Kerosin eingespart werden – das kommt dann auch mal hochgerechnet auf mehrere Millionen Tonnen UNverbranntes Kerosin: Mutter Erde freut sich, unser Gehör freut sich über weniger Schub, und der Papierflieger gleitet erheblich weiter, ja, sogar bis zum vorderen Ende des Klassenraums.







